nuschka


Im Jahr 2009 fand Nuschka ihren Weg zu mir. Sie war ein eher vorsichtiger Hund und verbrachte die Zeit in der Welpenspielgruppe oft mit Zuschauen. Übungen zum Entspannen und Herunterfahren passten ihr gar nicht. Nuschka war und ist ein sehr aktiver, aufmerksamer Hund. Keine Bewegung und kein Geräusch entgeht ihr. Dies hat Vor- und Nachteile.

 

Mit 8 Monaten erkrankte Nuschka an Bauchspeicheldrüsenunterfunktion. Der Tierarzt machte mich darauf aufmerksam, dass dies ein sehr teurer Hund wird für den Fall, dass ich ihn behalten wolle. Natürlich kam ein Einschläfern gar nicht in Frage und seither erhält sie Spezialfutter und Medikamente.

 

Mit Nuschka arbeitete ich anfänglich in den Sparten Begleit- und Schutzhund. Aufgrund ihrer (hyper-)aktiven Art und der Neigung zu Übersprungshandlungen wie beispielsweise Dauerbellen und Leinenbeissen, begann ich mich auf Nasenarbeit zu fokussieren und arbeitete in den Sparten Fährten- und Suchhund. So wurde Nuschka zum Sprengstoffspürhund ausgebildet. Diese Arbeit macht ihr Spass und bei der Feinsuche kann sie sich gut konzentrieren. Weitere Sucharbeiten wie die Wegrandsuche (der Hund sucht ähnlich der Fährtenarbeit nach Gegenständen), das Waldrevier oder die Gebäudesuche kamen dazu. Bei den letztgenannten Arbeiten sucht der Hund nach menschlichem Geruch.

 

Ganz anders gestaltete sich die Arbeit im Mantrailing, wo der Hund dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen folgt. Für Nuschka war der Einstieg in die Personensuche schwierig, da sie immer wieder in den Arbeitsmodus Schutzdienst bzw. Sprengstoffsuche wechselte.

 

Mit viel Geduld und professioneller Unterstützung ist Nuschka zwischenzeitlich auf fortgeschrittenem Niveau und läuft erfolgreich an Prüfungen.

amigo


Im Sommer 2012 übernahm ich Amigo im Alter von 1 ½ Jahren. Er wechselte zum vierten Mal seinen Lebensplatz und war sehr Männerbezogen. Durch intensive Beziehungsarbeit holten wir viel auf, für pflegerische und

verarztende Belange stand auch Nuschka helfend zur Seite.

 

Amigo war als Diensthund vorgesehen, so begleitete er mich zur Arbeit und wurde als Schutzhund ausgebildet. Bereits bei der Übernahme von Amigo bemerkte ich, dass seine Sprungtechnik über Hindernisse nicht locker war. Abklärungen bei den Vorbesitzern ergab, dass Amigo als kleiner Hund einen Unfall hatte, äusserlich aber keine Verletzungen aufwies. Aus diesem Grund wurde zu diesem Zeitpunkt tierärztlich nichts unternommen. Mit diesem Wissen, wurden Sprünge im Training nur ab und zu eingebaut und Amigo lernte spielerisch mit Freude und Leichtigkeit über niedrige Hindernisse zu springen.

 

Amigo liebt die Arbeit mit einem Helfer und die Sucharbeit, sei dies im Gebäude oder im Wald. Die Fährtenarbeit und die Wegrandsuche stellten uns aber vor einige Schwierigkeiten. Das Anzeigen von Gegenständen findet er grundsätzlich langweilig und überflüssig. Seine Taktik ist es, zuerst alles zu finden und erst, wenn er das Gefühl hat, alles gesehen zu haben, zeigt er die Gegenstände an. Bei der Sprengstoffsuche konnte ich mit dieser Taktik umgehen, da die Hunde zuerst eine Grobsuche machen bevor sie in die Feinsuche genommen werden.

 

Aus gesundheitlichen wie auch beruflichen Gründen wechselte ich mit Amigo ebenfalls in die Welt des Mantrailings. Für ihn war es zuerst verwirrend, nicht in den Geruchsartikel zu beissen oder diesen zu apportieren. Auch hatte er zu Beginn Schwierigkeiten zu verstehen, dass er einem Individualgeruch folgen soll und am Schluss die vermisste Person rein durch vorsitzen anzuzeigen hat.

 

Durch professionelles Training läuft Amigo heute auf fortgeschrittenem Niveau und nimmt erfolgreich an Prüfungen teil.



Nadia Krebs

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